Finanzieller Überblick

Die Assekuranz AR schliesst das Geschäftsjahr mit einem positiven Ergebnis ab und stärkt damit ihre Eigenkapitalbasis.

1. Finanzierung

Die Finanzierung der Assekuranz AR stützt sich auf drei Säulen: Prämieneinnahmen, Präventionsbeiträge und Erträge aus Kapitalanlagen. Auf der Ausgabenseite stehen Schadenzahlungen, Rückversicherungsprämien, Aufwendungen für Prävention und Intervention, Verwaltungskosten sowie die Bildung von Rückstellungen und Reserven. Eine ausreichende Ausstattung dieser Reserven ist zentral für eine langfristig stabile Finanzlage. Sie stärkt die Risikotragfähigkeit und bildet die Grundlage für das risikodeckende Kapital (RTK), das definiert, in welchem Umfang die Assekuranz AR auch ausserordentliche Schadenereignisse bewältigen kann.

2. Jahresergebnis

Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zum Vorjahr um 6.71%. Dank einem leicht positiven Betriebsergebnis und einem starken Ergebnis aus den Kapitalanlagen resultierte ein Jahresgewinn von CHF 4.540 Mio.

2.1 Betriebsergebnis

Der überdurchschnittlich hohe Schadenaufwand von CHF 7.974 Mio. (10-Jahres-Mittel: CHF 5.438 Mio.) führte zu einem Betriebsverlust von CHF 412'905. Im Subventionswesen fielen mehr Anträge und damit höhere Ausgaben an. Die Rückstellungen für künftige Prämienrabatte wirken sich entsprechend ergebnismindernd aus. 

2.2 Ergebnis aus Kapitalanlagen

Vor Veränderung der Rückstellungen erzielten die Kapitalanlagen einen Ertrag von CHF 7.203 Mio. Die Rückstellung für Kapitalanlagerisiken bildet die langfristige Marktvolatilität und das Risiko pro Anlagekategorie ab und wird vom Verwaltungsrat festgelegt. Aufgrund des gestiegenen Wertschriftenvermögens wurden zusätzliche Rückstellungen von CHF 2.250 Mio. gebildet, was dem Maximalwert unserer Vorgaben entspricht. Das Resultat aus Kapitalanlagen beträgt damit CHF 4.952 Mio.

2.2.1 Anlagestrategie

Die Anlagestrategie basiert auf einem breit diversifizierten Konzept; über 90% des Wertschriftenvermögens werden extern verwaltet. Die Assekuranz AR verfolgt das Ziel, die Nachhaltigkeit der Anlagen kontinuierlich zu verbessern. Seit 2021 wird der CO₂-Fussabdruck des globalen Aktienportfolios durch einen «Climate Aware»-Ansatz reduziert. Übergewichtet werden Unternehmen, die zur Einhaltung des 2‑Grad‑Ziels beitragen oder im Bereich erneuerbarer Energien aktiv sind.

2.2.2 Performance-Analyse

Trotz geopolitischer Spannungen und eines globalen Zollstreits haben die Finanzmärkte insgesamt ein positives Jahresergebnis erzielt. Die Renditetreiber im Jahr 2025 waren einmal mehr die Aktien. Die Schweizer Aktien verzeichneten sowohl zum Jahresbeginn als auch gegen Jahresende (dank Zoll-Deal mit USA) bemerkenswerte Kursanstiege. Auch die globalen Aktien setzten im Mai nach der Bewertungskorrektur der US-Tech-Titel, dem «Liberation Day» und der Abschwächung des USD zu einem markanten Aufwärtstrend an, der bis zum Jahresende anhielt.

In diesem positiven, wenn auch schwierigen Marktumfeld erzielte die Assekuranz AR eine erfreuliche Jahresperformance von 5.1% und lag nur leicht hinter der vorgegebenen Benchmark (5.7%) zurück. Im Vergleich zur Peergroup-Grösse UBS-PK-Performance-Index erzielte das Portfolio der Assekuranz AR eine um 0.7% tiefere Rendite. Die Minderrenditen gegenüber den beiden Vergleichsgrössen sind in erster Linie auf das Direktliegenschaftsportfolio zurückzuführen. Während Immobilienaufwertungen in der Benchmark und im UBS-PK-Performance-Index die Rendite erhöhten, fanden im Assekuranz-Portfolio keine Neubewertungen statt.

Sämtliche Teilvermögen haben positive Jahresrenditen ausgewiesen. Neben dem Gemischtmandat, das dank dem guten Aktienjahr 6.04% erzielte, haben auch die Direktliegenschaften und die Infrastrukturanlagen (dank der Währungsabsicherung) eine positive Jahresperformance von über 3% erreicht. Die Restpositionen der Hypotheken ergeben weiterhin stabile 0.5% pro Halbjahr.

2.3 Verantwortung

Als nicht gewinnorientiertes Unternehmen strebt die Assekuranz AR ein ausgeglichenes Ergebnis an. Zur nachhaltigen Sicherstellung ihrer Risikofähigkeit müssen jedoch Reserven aufgebaut werden. Nur so können steigende Risiken – etwa durch Wertveränderungen oder Neubauten – ausgeglichen und auch sehr grosse Schadenereignisse ohne Leistungsbegrenzung bewältigt werden.