Elementarschäden

Schadenintensität Elementarschäden

Die Schadenintensität (Schadensumme im Verhältnis zum Versicherungskapital) liegt bei 141.38% gegenüber dem zehnjährigen Mittel von 100%. Bei 434 Schadenfällen (Vorjahr: 176) ergibt sich ein Schadentotal von CHF 2'092'825 (Vorjahr: CHF 589'269). Das 10-Jahres-Mittel beträgt CHF 1'568'000.

Schadensumme im Verhältnis zum Versicherungskapital:
2025Promille0.0947141.38%
10-Jahres-MittelPromille0.067100%

Nach den Jahren 2023 und 2024 setzte sich der Trend überdurchschnittlich warmer Jahre fort. Für das Schadenjahr 2025 wirkte sich dies grundsätzlich positiv aus: Abgesehen von einem Grossereignis blieben grössere Stürme und intensive Niederschläge aus.

Die fortschreitende Erwärmung bringt jedoch vermehrt starke, lokal begrenzte Wetterereignisse mit sich. So erneut im Appenzeller Vorderland beim Hagelereignis vom 4. September mit bis zu 5.5 Zentimeter Durchmesser. Auch künftig ist vermehrt mit solchen lokalen Einzelereignissen zu rechnen. 

Schadenverteilung

Die Grösse der Kreise widerspiegelt die Schadensumme in den einzelnen Gemeinden. Die meisten Ereignisse verursachten Kleinschäden, die sich über den ganzen Kanton verteilten.

    in CHF
 DatumOrtSchadenursacheSchadenschätzung
über CHF 100'00004.09.2025HeidenHagel122'736
CHF 40'000 bis 100'000       04.09.2025HeidenHagel193'919
CHF 40'000 bis 100'000   04.09.2025WolfhaldenHagel88'000
unter CHF 40'000429 Kleinschäden                 1'688'170
Total 434 Elementarschäden im Jahr 20252'092'825

Schadenursache

   in CHF
Objekte  UrsacheSchadensummeDurchschn. Schaden pro Objekt
414Hagel2'049'0964'950
12Sturm17'3451'445
1Überschwemmung, Hochwasser12'06712'067
5Schneedruck12'0552'411
1Erdrutsch1'5001'500
1Erdfall761761
4342'092'825 


Die Mehrheit der Schäden wurde beim Hagelereignis vom 4. September im Vorderland verursacht. Glücklicherweise kam der Hagel ohne Sturm. So wurden nicht auch noch Photovoltaikanlagen in Mitleidenschaft gezogen, da die Hagelkörner gerade vom Himmel fielen und durch die Dachneigung nicht senkrecht auf die Panels prallten.

Nutzungscode

    in CHF
CodeGebäudenutzungObjekteSchadensummeBetrag / Ereignis
1199Wohnen3521'5141864'302
1259Gewerbe und Industrie21223'17710'627
1252Lager1696'8286'052
1242Garagen875'3799'422
1271Wohnen1968'9663'630
1264Gesundheit537'6427'528
1272Sakral435'7268'931
1263Ausbildung323'6217'874
1220Büro26'2403'120
1274öffentliche Spezialgebäude16'0006'000
1241Nachrichten und Verkehr25'0613'930
Total Elementarschäden4342'092'825 

 

Wie üblich wurden Elementarschäden primär im Bereich Wohnen aufgenommen. Hier sind bei Hagel und Sturm oft die Lamellenstoren betroffen, aber auch Dächer aus Faserzement oder exponierte Fassadenbereiche werden beschädigt. Deshalb ist es wichtig, bei der Aussenhülle des Gebäudes Materialien mit einem hohen Hagelwiderstand zu verwenden. Für Lamellenstoren mit einer zentralen Steuerung empfehlen wir die Erweiterung mit dem System «Hagelschutz – einfach automatisch», das für die Kundschaft der Assekuranz AR kostenlos ist. Informationen dazu erteilt die Abteilung Naturgefahren der Assekuranz AR. Gerne stehen wir auch für weitere Beratungen bezüglich Objektschutz- und Präventivmassnahmen zur Verfügung, die wir gegebenenfalls auch finanziell unterstützen können. Ebenfalls empfiehlt die Assekuranz AR die Installation der App «Wetter-Alarm», die nicht nur lokale und individuell zu definierende Warnungen ausgibt, sondern auch zugehörige Präventionsmassnahmen empfiehlt. 

wetteralarm.ch

schutz-vor-naturgefahren.ch

Schadenverlauf zu Budget (10-Jahres-Mittelwert)

Mio. CHF
  • Schadensumme kumuliert
  • Schadensumme
  • 10-Jahres-Mittelwert (linke Achse)

Ohne das Hagelereignis vom 4. September wäre es ein Schadenjahr auf ausserordentlich tiefem Niveau gewesen. Wenn das Wörtchen «wenn» nicht wär. 

Trend Schadenverlauf

Mio. CHF
Schäden
  • Schadensumme (linke Achse)
  • Anzahl Schäden (rechte Achse)
  • Trend Schadenverlauf
  • 10-Jahres-Mittelwert (linke Achse)

Entgegen dem nationalen Trend ist im Kanton Appenzell Ausserrhoden der Trend leicht sinkend. Stürmische Winde und Unwetter aus Westen klangen in den vergangenen Jahren meist ab, bis sie unseren Kanton erreichten. Das ist jedoch keine Regel und schon gar keine Garantie für die Zukunft. Wir werden uns aufgrund vermehrt auftretender stehender Wetterfronten (Regen wie Sonnenschein) weiterhin auf Extremereignisse einstellen müssen.